Zur bisherigen Erforschung der Geschichte
der mittelalterlichen Hospitäler

  1. Vorbemerkungen: Das Hospital im Mittelalter ...
  2. Einleitung
  3. Darstellungen des mittelalterlichen Hospitalwesens aus der Perspektive der "Geschichte der Krankenpflege als Beruf"
  4. Darstellungen des Hospitalwesens im Mittelalter aus der Perspektive der Geschichte der Medizin
  5. Darstellungen ds Hospitalwesens im Mittelalter aus kirchengeschichtlichen Perspektiven
  6. Kurze Übersicht über die rechtsgeschichtlichen Forschungen über das Hospitalwesen im Mittelalter
  7. Zu den städtegeschichtlichen Forschungenüber das Hospitalwesen im Mittelalter
  8. Zu den Darstellungen des mittelalterlichen Hospitalwesens in Geschichten der Sozialen Fürsorge und Geschichten der Armut

Zu den städtegeschichtlichen Forschungen über das Hospitalwesen im Mittelalter

Geschichten einzelner Hospitäler sind etwa seit den 50-er Jahren vielfach als sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Dissertationen erarbeitet worden. Indem solche Arbeiten gewöhnlich das überlieferte Akten- und Urkundenmaterial vollständig berücksichtigen, sind sie den hier bisher erwähnten Gesamtdarstellungen sämtlicher Forschungsrichtungen überlegen. Das sind sie auch, indem sie einen neuen Blickwinkel anlegen und die Institution Spital in ihrer Bedeutung für die Stadt, worin sie sich befand, betrachten.[1] Andererseits sind die Verhältnisse von Stadt zu Stadt immer wieder anders, so daß eine neue Schwierigkeit darin entsteht, wie man die Ergebnisse solcher stadtgeschichtlicher Forschungen zu einer Geschichte des Hospitalwesens im allgemeinen verallgemeinern könnte.

[ 1 ] Die ablehnende Reaktion der medizinhistorischen Porschungstradition auf diese Geringachtung ihrer Interessenschwerpunkte siehe oben S. 59, in Anm. 183.

Besonders im Südwesten der Bundesrepublik, wo Stadtgeschichtsforscher seit längerem in einem Arbeitskreis zusammengeschlossen sind, werden jedoch von Zeit zu Zeit auch Versuche unternommen, deren Einzelforschungen zusammenzusetzen:

Arbeitskreis für südwestdeutsche Stadtgeschichtsforschung
Protokoll über die 2. Arbeitstagung "Spital und Stadt". Tübingen 23./24. November 1963
masch. Tübingen 1964 (49 Bll.)

Bernhard KIRCHGÄSSNER; Jürgen SYDOW (Hgg.)
Stadt und Gesundheitspflege. 19. Arbeitstagung in Bad Mergentheim, 14.-16. November 1980
(Stadt in der Geschichte. Veröffentlichungen des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung, 9)
Sigmaringen: Thorbecke, 1982 (129 S.)

Der erste dieser beiden Bände enthält mehr mittelalterliche Hospitalgeschichte und eine einheitlichere Folge von Artikeln als der zweite.

Daß die Erfahrungen auf der stadtgeschichtlichen Ebene nun auch dazu anregen können, die Ergebnisse der unterschiedlichsten Forschungsrichtungen auf eine gewinnbringende Art zusammenzusetzen, zeigt

Kuno ULSHÖFER
Spital und Krankenpflege im späten Mittelalter
in: Württembergisch Franken. Jahrbuch des Historischen Vereins für Württembergisch Franken 62 (1978) S. 49-68

Auf so knappem Raum verbindet Ulshöfer die wichtigsten Erträge von Bau-, Medizin-, Kirchen und Stadtgeschichte zum mittelalterlichen Hospitalwesen und gibt wertvolle Anregungen für weitere Fragestellungen.

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Zuletzt bearbeitet am 15. 11. 2009 um 10.30 Uhr CET
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